Grün und sexy: Dein Vermögensaufbau-Guide

Bis zur Rente, wenn du willst

Part 2: Investmentfonds

Klassischerweise gelten die Deutschen als ziemliche Investmentmuffel. Allerdings wird die Geldanlage mittlerweile auch bei uns etwas beliebter.

Vielen Menschen ist sie aber immer noch nicht geheuer. Lass uns mal für einen kurzen Moment vergessen, dass dieses ganze Zeug angeblich kompliziert, nur für Leute mit viel Geld und total spekulativ ist. Das schauen wir uns dann später an.

In diesem Teil erfährst du:

  • Warum sparen ohne zu Investieren nicht sehr klug ist
  • Was der Finanzmarkt und dein Geld mit Nachhaltigkeit zu tun haben
  • Was es mit nachhaltigen Investmentfonds auf sich hat und warum sie so gut für den Vermögensaufbau geeignet sind
  • Wie sicher das Ganze ist und welche Rendite du erwarten kannst

Entscheide wie im ersten Teil selbst, ob du nur das wichtigste in den Grünen Boxen liest oder voll ins Thema einsteigen willst.

1. Warum Rendite nicht „nice to have“ ist

Inflation

Immer mehr Geld wird gedruckt und digital generiert. Weil die Gesamtmenge stetig steig, verliert der einzelne Euro immer weiter an Wert. Die Auswirkung kennst du: Alles wird immer teurer. 

Schätze mal, ein paar Preise von früher:

Wenn du über einen längeren Zeitraum Geld ansparst, ist die Inflation ein wirklich übler Gegenspieler, denn es kommt ja nicht auf die Zahl in Euro an, sondern darauf, was du dafür noch bekommst. Bei zwei Prozent Inflation kannst du dir nach einem Jahr für 100 Euro noch so viel kaufen wie vorher  für 98 Euro.

Wenn du nicht investierst, kannst du im Moment bis zu 0,25% Zinsen auf einem Konto bekommen. Schau dir an, was das für die inflationsbereinigte Kaufkraft in 10 Jahren bedeutet. Ab welcher Rendite wäre eine Anlage interessant für dich?

Ab 2% können wir also von Werterhalt sprechen. Was dadrunter liegt ist ein garantierter Verlust.

Nach der gängigen volkswirtschaftlichen Theorie ist es nicht gut, wenn die Preise dauerhaft sinken. Die Menschen würden dazu verleitet Dinge später zu kaufen um zu sparen. Das verlangsamt den Konsum und ist damit nicht gut für unsere wachstumsgetriebene Wirtschaft.

Damit die Preise immer weiter steigen, erhöht die europäische Zentralbank einfach die Geldmenge. Je mehr Geld es gibt, desto weniger ist der einzelne Euro wert. Das Inflationsziel ist zwei Prozent pro Jahr.

Davon kann man jetzt halten was man will – mit den Konsequenzen müssen wir vorerst leben und die Inflation in unsere Pläne zu mehr finanzieller Freiheit einbeziehen.

Jetzt müssen wir uns also die Frage stellen, wo wir fünf und mehr Prozent Rendite pro Jahr herbekommen ohne dabei hohe Risiken einzugehen.

2. Die Wirtschaft, der Finanzmarkt und Nachhaltigkeit

Um eine vernünftige Rendite zu bekommen, müssen wir unser Geld irgendwo investieren. Investitionen sind wiederum unschätzbar wichtig um unsere Wirtschaft nachhaltig umzugestalten, bevor es zu spät wird. Wie passt das zusammen?

In a nutshell

Warum finanzieren fast alle Menschen ihr Haus bei einer Bank anstatt einfach so lange zu sparen, bis sie es aus der eigenen Tasche bezahlen können?

Ganz einfach: Weil man sich durch das eigene Haus sofort die Miete spart und das deutlich mehr ausmacht als die Zinsen, die man zusätzlich an die Bank zahlt. Darauf wirst du selbst gekommen sein.

Bei Unternehmen gilt das selbe Prinzip. Wenn ein Konzern sein Geschäftsfeld erweitern möchte, weil es dafür eine Nachfrage gibt, macht es Sinn das nötige Geld für den Ausbau zu leihen. So können sofort mehr Gewinne eingestrichen werden und die Konkurrenz kann nicht schneller sein.

Wer einfach und zu günstigen Konditionen an Geld kommt, hat gegenüber den anderen auf dem Markt also einen entscheidenden Vorteil. So steuert der Fluss des Investitionskapital das Wachstum der Wirtschaft.

Bei nachhaltigen Finanzen wird das ausgenutzt, indem schädliche Unternehmen wie Kohle- und Rüstungskonzerne von der Anlage ausgeschlossen werden und das Geld dafür gezielt in positive Wirtschaftsbereiche gelenkt wird. Wasseraufbereitung und saubere Energie zum Beispiel.

Was ist nachhaltig und was nicht ?

Die Frage lässt sich recht leicht beantworten: Ein Unternehmen oder ein Projekt ist dann nachhaltig, wenn es dazu beiträgt mindestens eins der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zu erreichen und dabei kein anderes merklich gefährdet.

Nachhaltige Anlagen gibt es in allen Ausprägungen. Die „hellgrünen“ schließen nur signifikant schädliche Unternehmen aus, die „dunkelgrünen“ konzentrieren sich auf die Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.

Für nachhaltige Kapitalanlage wird sich das Geschäftsfeld der Unternehmen genau angeschaut, bevor ein Kredit gewährt oder in deren Aktien und Anleihen investiert wird.

Ausschlusskriterien sind zum Beispiel

  • Korruption und Bestechung
  • Umweltzerstörung
  • Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen
  • Waffen und Rüstung
  • Kohle
  • Kernenergie
  • Tabak
  • Glücksspiel
  • Pornografie 

Darüber hinaus werden mit gezielten Investitionen bestimmte Bereiche gefördert.

Zu den positiven Kriterien zählt ein Beitrag zu
 
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Verbesserung der Medizinischen Versorgung
  • allgemeinen Versorgung mit Nahrung und Wasser
  • Gleichheit der Geschlechter und ethnischer Gruppen
  • sowie allen (weitern) Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.
 
Engagement

Als Aktionär ist man Miteigentümer des Unternehmens und hat auch ein Stimmrecht auf den Versammlungen. Außerdem hat ein Großinvestor, von dessen Finanzierung evtl. das ganze Projekt abhängt, eine gewissen Macht. Die aktive Einflussnahme zu Gunsten der Nachhaltigkeit auf dieser Basis nennt man Engagement.
 
Du siehst, dass schon mehr dazu gehört als nur Atomwaffen auszuschließen. Aber hey – wenn Geld schon die Welt regiert, dann bitte grün!

3. Investmentfonds - Rendite und Sicherheit

In Unternehmen zu investieren ist der beste Weg um sich auch mit kleineren monatlichen Beträgen ein Vermögen aufzubauen. Du kannst das auf zwei gängige Arten tun:

1. Anleihen

Du leihst einem Unternehmen Geld und bekommst es verzinst zurück.

2. Aktien

Kaufst du eine Aktie, gehört dir ein Teil vom Unternehmen. Du wirst an den Gewinnen beteiligt und kannst die Aktie später wieder verkaufen.

Besonders für Aktien gilt: Du kannst damit sowohl bahnbrechende Gewinne als auch katastrophale Verluste machen. Um die richtigen Aktien auswählen zu können, braucht es deshalb sehr viel Know-how, das man sich nicht mal eben in ein paar Stunden aneignen kann.

Damit du dein Geld auch ohne umfangreiche Kenntnisse gut und sicher anlegen kannst, gibt es Investmentfonds. Das Prinzip ist ganz leicht:

Zahlst du Geld in einen Fonds ein, verteilt dieser es für dich auf hunderte oder sogar tausende Unternehmen. Die Auswahl wird dabei von Profis getroffen, die genau wie du wollen, dass eine gute Rendite entsteht. Wenn sich einzelne Unternehmen in einem Fonds mal schlecht entwickeln oder sogar pleite gehen, ist das nicht weiter tragisch, da der Verlust durch alle anderen Aktien im Fonds aufgefangen wird.

Wieviel Rendite ist drin?

Vernünftige Öko-Fonds haben über die letzten 5 Jahre fast alle über 10 % Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Für einen längeren Anlagehorizont kannst du also mit 5 % pro Jahr rechnen, auch wenn du ganz bodenständig sein willst.

Aktienfonds und Sicherheit

Offene Investmentfonds sind die gängige Art Fonds für Privatanleger mit überschaubarem Investitionsvolumen. Es gibt auch noch geschlossene Fonds aller Art, Hedgefonds und weitere, mit denen wir uns aber nicht beschäftigen brauchen.

Investmentfonds schwanken jedoch in ihrem Wert und daher müssen wir zwischen lang- und kurzfristiger Sicherheit unterscheiden. Mehr dazu später.

Ab jetzt ist mit Fonds immer ein offener Aktienfonds gemeint.

“Sehr geehrter Herr Schramm,

zu Ihren Fragen nehme ich wie folgt Stellung:

– Gab es jemals einen Aktien oder Mischfonds, der in Deutschland zugelassen war und einen Totalverlust erlitten hat?

Ein solcher Fall ist mir nicht bekannt.

– Gab es jemals einen Weltweit investierenden Aktienfonds (Benchmark MSCI World) der mindestens 10 Jahre am Markt ist und einen dauerhaften Kursverlust verzeichnet hat?

Ihre zweite Frage ist weiter formuliert, ich würde diese – wie auch Ihre erste Frage – auf “in Deutschland zugelassenen” Aktienfonds beschränken und darauf antworten, dass mir ein solcher Fall ebenfalls nicht bekannt ist. Sollten Sie weiterführende Informationen zu den Wertentwicklungen von Investmentvermögen benötigen, könnte Ihnen ggfs. der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. oder aber ein Finanzinformations- und Analyseunternehmen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen”

Offene Investmentfonds etwas näher betrachtet

Willst du in einen Fonds investieren zahlst du nicht wie auf einem Konto Geld ein, sondern du kaufst Fondsanteile.

So häufst du mit deinen Investitionen nach und nach viele Fondsanteile an. Ist der Fondskurs gestiegen, kannst du deine Anteile mit Gewinn wieder verkaufen.

Sicherheit durch breite Verteilung

Das Vermögen eines Fonds besteht aus den Aktien vieler Unternehmen. Die durchschnittliche Wertentwicklung der enthaltenen Einzeltitel ist die Rendite des Fonds. Damit du fest von einer positiven Rendite ausgehen kannst, müssen ein paar Dinge gegeben sein:

  • Du bringst ein paar Jahre Zeit mit (genaueres dazu kommt weiter unten).
  • Der Fonds ist breit aufgestellt. Hunderte Einzeltitel über viele Branchen und Länder verteilt.
  • Es gibt den Fonds schon mindestens fünf Jahre und es sind bereits 500 Millionen und mehr darin angelegt.

Auch unter den nachhaltigen Fonds findest du davon genug – sogar ein paar richtige Urgesteine.

Den Ökoworld Ökovision Classic zum Beispiel. Er wurde 1996 aufgelegt, hat die letzten beiden großen Finanzkrisen unbeschadet überstanden und brachte seinen Anlegern über die letzten 5 Jahre schon wieder 71% Rendite ein. Mittlerweile hat der Ökovision ein Fondsvolumen von 1,79 Milliarden Euro erreicht (Stand April 2021).

Generell wirst du merken wie viel Hörensagen und wie viele falsche Informationen zu Investmentfonds im Umlauf sind, wenn du dich tiefer damit beschäftigst. Allem voran was das Risiko angeht. Erschreckend viele Menschen denken immer noch an zocken, spekulieren und Totalverlust, wenn Investments zur Sprache kommen.

Die Leute bilden sich in diesem Bereich nicht weiter und verbauen sich so die Chance einmal vermögend zu werden.

Was bedeutet "offen"?

Ganz schlicht, dass der Fonds für einen unbegrenzten Zeitraum und für eine unbegrenzte Zahl von Investoren offensteht. In die meisten offenen Fonds kannst du an jedem Wochentag ein- und aussteigen. Manchmal auch nur ein mal im Monat, ganz selten in noch größeren Abständen.

Fonds Handeln

Du kaufst und verkaufst sie über die Börse oder direkt von den Fondsgesellschaften. Das machst du über dein Depot und es geht so einfach wie eine Überweisung im Online-Banking oder der App zu tätigen.

4. Das allerwichtigste, das du unbedingt wissen und beachten musst

Investmentfonds schwanken in ihrem Wert, teilweise sogar recht stark – und das ist großartig!

Aber nur, wenn es dir vorher klar ist.

Wie du schon weißt, gab es noch keinen weltweit investierenden, breit aufgestellten Aktienfonds, der dauerhaft Verluste eingebracht hat. Trotzdem haben es Menschen geschafft mit solchen Fonds Miese zu machen. Wie kann das sein ? 

Das größte Risiko ist der Anleger selbst

Jeder Fonds, der nennenswerte Gewinne erwirtschaftet, schwankt in seinem Wert. Die meiste Zeit recht moderat, aber in Finanzkrisen brechen die Kurse stärker ein.

Du musst nun wissen, dass in deinem Depot kein Geld Liegt. Mit deinen monatlichen Investitionen kaufst du Anteile an deinen Fonds. Du kannst es dir vorstellen, als würdest du in Gold investieren, indem du monatlich kleine Plättchen kaufst.

Dein Gold bleibt von den Preisschwankungen auf dem Markt völlig unbeeindruckt. Selbst wenn sich die Preise über Nacht halbieren, hast du noch genauso viel vom glänzenden Metall wie vorher – nur verkaufen solltest du es dann nicht.

Das gleiche gilt für deine Fonds. Die Zahl deiner Anteile bleibt in der Krise unverändert, sie sind nur zeitweise weniger Wert.

Das ist ein Chart des Fonds ÖkoVison Classic von ÖkoWorld. Links siehst du den Wert eines Fondsanteils und unten das Jahr. 2015 war ein Anteil ca. 150 Euro wert.

Stehen die Kurse grade schlecht, kannst du deine Fondsanteile nur mit Verlust verkaufen und solltest es folglich nicht tun.

Stehen die Kurse gut, kannst du deine Anteile jederzeit gewinnbringend zu Geld machen.

Quelle: finanzen.net

Wer in der Krise verkauft macht den einzigen großen Fehler, den man bei dieser Art der Anlage machen kann.

Dein Investmentfonds ist nicht bloß ein abstraktes Auf und Ab, sondern ein Abbild hunderter Unternehmen, die es auch in der Finanzkrise noch gibt und die weiter all das produzieren, was täglich gebraucht und konsumiert wird. Du kannst also fest damit rechnen, dass die Krise auch wieder vorbei geht und du danach mit Gewinn aus deinem Fonds aussteigen kannst, wenn du möchtest.

Wer das Prinzip wirklich verstanden hat, freut sich besonders am Anfang seines Vermögensaufbaus über Kurseinbrüche, denn sie bedeuten auch, dass du Anteile an deinen Fonds besonders günstig einkaufen kannst.

Für den Vermögensaufbau mit guter Rendite musst du also immer ein paar Jahre einplanen, in denen du deine Investitionen nicht zu Geld machen kannst, egal wie gut du es grade gebrauchen könntest.

Eine clevere Strategie beinhaltet daher immer auch Rücklagen, die nicht in schwankenden Werten investiert sind. Wie das Verhältnis ist, hängt ganz von dir persönlich ab.

Es gibt verschiedene Risiken bei der Kapitalanlage – nicht das eine. Wenn von Risiko gesprochen wird, musst du dich also immer Fragen, welches denn grade gemeint ist.

Bei Aktienfonds gibt es ein hohes Risiko, dass die Kurse mal einbrechen – ich würde sogar fest davon ausgehen. Teilweise werden die Fonds deswegen sogar als spekulativ bezeichnet. Das Risiko bezieht sich allerdings nur auf den zeitweiligen Kursverlust. Damit sind Aktienfonds ungeeignet, wenn du jederzeit über das investierte Geld verfügen möchtest oder einen festen Ausstiegszeitpunkt in wenigen Jahren planst.

Das Risiko, dass sich die Kurse nicht wieder erholen geht Richtung null. Also ist dein persönliches Risiko bei einer langfristigen Anlage mit offenem Ende nicht nennenswert.

Schließt du eine Lebensversicherung ab, die dir garantiert 100.000 Euro bei Ablauf auszahlt, ist das Risiko durch Wertschwankungen gleich null. Solche Anlagen werden als „sicher“ eingestuft, wobei das sogenannte „Emittentenrisiko“ nicht bewertet wird. Der Emittent ist die Versicherungsgesellschaft. Was ist denn, wenn die in der nächsten Finanzkrise pleitegeht?

So betrachtet sind Aktienfonds eine verdammt sichere Anlage, denn im Gegensatz zu ihnen haben Banken, Versicherung und Bausparkassen schon Insolvenz anmelden müssen.

Eine feste Rendite gibt es auch nicht

Schauen wir uns die nachhaltigen Fonds über die letzten Jahre an, liegen die Renditen oft über 10% pro Jahr. In diesem Zeitraum hat sich eigentlich alles sehr gut entwickelt was mit Aktien zu tun hat. Ob das in den nächsten Jahren so weiterläuft, kann dir heute niemand sicher sagen. Die Prognosen stehen besonders für grüne Produkte gut, denn diese profitieren nicht nur vom allgemeinen Wirtschaftswachstum, sondern auch vom „Umbau“ der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit unter dem andere Wirtschaftsbereiche eher leiden werden.

Ich plane am liebsten ganz Bodenständig mit 5-6% pro Jahr. Das Lohnt sich langfristig auch schon richtig und wenn du dann mit ein paar zusätzlichen fetten Jahren überrascht wirst – umso besser!

Bringt Nachhaltigkeit mehr oder weniger Rendite, was ist mit der Sicherheit?

Die Beobachtungen dazu bringen kein eindeutiges Ergebnis. Werden leichte bis moderate Nachhaltigkeitskriterien angewandt, hat sich das leicht positiv auf die Rendite ausgewirkt.

Man könnte sich also schon fast fragen: Will ich wirklich in Menschenrechtsverletzungen, Streubomben und Kohle investieren, nur um eine schlechtere Rendite zu bekommen?

Bei sehr strengen Nachhaltigkeitskriterien kann man das nicht mehr so pauschal sagen. Alles in allem fällt die Rendite etwas geringer aus. Das liegt auch an den höheren Kosten, die bei der aufwändigen Auswahl der Investments vom Fondsmanagement entstehen.

Das langfristige Verlustrisiko kann sich erhöhen. Je höher die Ansprüche sind, desto weniger unterschiedliche Aktien und Anleihen kann das Fondsmanagement aufnehmen. Wenn am Ende nur 30 Titel übrigbleiben, kann man nicht mehr ohne weiteres von einer krisenfesten Anlage sprechen.

Das ist jedoch leicht zu umgehen, indem man besonders auf eine breite Aufstellung der Fonds achtet.

5. Der Plan für deinen finanziellen Freiraum

Wirklich wunderbar ist, dass du noch gar kein Geld angespart haben musst um dir Vermögen mit nachhaltigen Fonds aufzubauen. Ab 25 Euro im Monat kannst du starten.

Frage dich vorher, ob du einen Teil deiner monatlichen Investition so beiseitelegen willst, dass du unabhängig von der Marktlage jederzeit darauf zugreifen kannst.

Denke aber dran, dass du dann auch keine Rendite mit diesem Teil deines Vermögens erwirtschaftest.

Du kannst die Höhe und Verteilung deiner Investitionen übrigens jederzeit ändern.

Dann mal los!

Bereit für die Umsetzung?

Du hast nun das wichtigste Basis-Wissen um starten zu können. Teil drei dieses Guides hilft dir bei der Wahl deines Investmentdepots und der Fonds, die du dir und deinen Zielen passen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um zu entscheiden, ob du deinen Vermögensaufbau vollständig selbst in die Hand nimmst oder mit einer Beraterin bzw. einem Berater zusammenarbeitest.

Hier ist eine Entscheidungshilfe:

Selber machen

Deine ToDo's

Du solltest zumindest ein wenig Lust auf das Thema haben und dich alle sechs Monate mit deinem Vermögen beschäftigen wollen

Beraten lassen

Deine ToDo's
  • Achte auf Gute Bewertungen
  • Dein Berater oder deine Beraterin sollte auf Nachhaltigkeit spezialisiert sein (wenn dir das Thema wichtig ist, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe)

Ab 300 Euro, die du Monatlich investierst und/oder 10.000 Euro, die du einmalig dazu tust, solltest du dich auf jeden Fall (zusätzlich) mit einer Beraterin oder einem Berater in Verbindung setzen.

Je höher die Investitionen sind, desto mehr interessante Möglichkeiten kommen in Betracht. Immobilien und Steuerersparnisse zum Beispiel.

Grundsätzlich kannst du auch das alles selbst managen – dein Aufwand erhöht sich jedoch deutlich.

Vielschichtiger als gedacht?

Ein bisschen umfangreicher ist nachhaltiger Vermögensaufbau schon – zugegeben. Aber ich bin davon überzeugt, dass ihn jede:r, die oder der wirklich will, selbst managen kann. Es ist eben keine Raketentechnik.

Finanziellem Freiraum geht immer ein bisschen finanzielle Bildung voraus. Sie bewahrt dich vor der Welt der schlecht verzinsten Versicherungen, Sparbücher und Bausparverträge, aber auch vor zu hohen Risiken und unseriösen Produkten.

Selbst wenn du dich schlussendlich doch Beraten lässt, geht es um dein Vermögen und deine Zukunft – und die liegt in deiner Verantwortung.

Für Selbermacher geht es jetzt in Teil 3 weiter.

Willst du dich für die Umsetzung beraten lassen, würde ich mich freuen dich bald im Video-Call kennenzulernen. Schaue dazu einfach hier vorbei.

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