BLOGBEITRAG IV: Langfristig Sparen mit der Rentenversicherung

Das Konzept ist nach nur einer Woche fertig. Est ist individuell für mich zugeschnitten und beinhaltet konkrete Angebote. Wir rechnen mit 100€ im Monat, von denen ich die eine Hälfte langfristig und die andere kurzfristig anlegen möchte. So kann nicht viel schiefgehen, denke ich. Wichtig ist mir wieder besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit. Wer weiß, was die Anleger sonst für einen Blödsinn mit meinem Geld finanzieren. Meine Ideale möchte ich nicht für eine Rente verkaufen. Aber ist es überhaupt möglich, mit grünen Finanzen anständig vorzusorgen?  

Wir sprechen zuerst über langfristige Sparanlagen. Also über die Rentenversicherung. Hä? Tatsächlich dient die Rentenversicherung als eine Art “Sparmantel“. Das soll heißen, dass das Geld in der Versicherung angelegt werden wird. Neben der “Verrentung” ist nämlich auch eine “Auszahlung” möglich. Ab 62 Jahren auch steuerfrei: 0% statt der 25%, die der Staat normalerweise auf die erzielten Gewinne berechnet; Hier liegt der Vorteil des Sparmantels. Ganz umsonst ist das nicht: Die relativ hohen Abschlusskosten (abhängig je nach Finanzberater – also Oberacht, falls dieser nicht zufällig ein Freund von euch ist!) führen dazu, dass sich diese Anlage nur langfristig lohnt. Wir rechnen mit bescheidenen Renditen von 6% jährlich. Pi mal Daumen übersteigen die Gewinne die Kosten nach 5 – 10 Jahren. Die Verwaltungskosten sind sehr niedrig. Einer Tabelle kann man das wachsende Plus entnehmen. Schon 50€ monatlich können eine lebenslange Zusatzrente von 250€ monatlich bedeuten, oder aber eine Auszahlung von ca. 50.000€ (ca. 30.000€ reiner Gewinn) mit 62.  

Auch neu ist für mich, dass die Fonds, in denen mein Geld von der Versicherung angelegt werden soll, individuell ausgewählt werden können. Die Versicherungen haben eine Vorauswahl getroffen und Empfehlungen richten sich nach Sicherheit und Renditeerwartung. Das bedeutet zwar mehr Entscheidungsfreiheit für Nachhaltigkeit, aber auch, dass ein gewissen Vorwissen unabdinglich ist. Mike erklärt, dass es wichtig sei, das Geld gut zu verteilen: Auf gewinnbringende Aktien, sichere Anleihen und – leider – auch auf Edelmetalle (wobei es um Bestandskäufe und nicht etwa um die Förderung der Rohstoffe geht). Manuell oder automatisch kann regelmäßig das ursprünglich gewählte Gleichgewicht zwischen den Komponenten wieder hergestellt werden (“Rebalancing“). Das ist ebenso wichtig wie komplex und glücklicherweise Teil des Leistungsspektrums eines Finanzberaters.  

Was Mike mir jedoch nicht abnimmt ist die Auswahl an Fonds, also Bündel von Aktien und Anleihen. Gerade diese Entscheidung ist so wichtig, um das eigene Geld in die richtigen Bahnen zu lenken. Natürlich macht er mir Vorschläge und wir gehen gemeinsam die Fondspalette durch, die von der Versicherung meiner Wahl angeboten wird. Da die Auswahl auch für meine zweiten 50€ relevant ist, mehr dazu im folgenden Beitrag “Kurzfristige Gewinne”